12. Spieltag Herren 2011/12: SGE - TuS St. Martin

SGE - TuS St. Martin 3:1 (2:0)

Torschützen: Philipp Herrbruck, Alex Hirsch (2)

Derbytime im Sportpark

Von einem Derby spricht man bei Mannschaftssportarten im Allgemeinen von einem sportlichen Wettkampf zwischen zwei rivalisierenden Vereinen einer Region. Für die Anhängerschaft der betroffenen Teams haben solche Ereignisse eine hohe symbolische Bedeutung und rufen starke Emotionen hervor.

Mit zu den bekanntesten Derbys zählen beispielsweise das Revierderby zwischen Schalke und Dortmund, oder auch in Spanien das „el clâsico“ zwischen Barcelona und Madrid.

Fast ebenso bedeutsam gestaltet sich die Begegnung zwischen der SG Edesheim und der TuS St.Martin, zu welcher es am Sonntag, den 30.10.2011 um 15 Uhr im Sportpark Modenbach kam. Für die SGE war es an der Zeit die beiden Niederlagen der Vorsaison vergessen zu machen und sich mit einem weiteren 3er auf der Sonnenseite der Tabelle zu etablieren.

Das ein Derby gegen St. Martin auch den geneigten Edesheimer Fußballfan bewegt, wurde anhand des Zuschauersaisonrekords von rund 150 Besuchern deutlich. Die Rahmenbedingungen für einen wunderbaren Fußballnachmittag waren also gegeben.

Coach Holger Baum hatte bis auf den im Urlaub weilenden polnischen Stürmer Janusz Gromala und Defensivallrounder Michael Herrmann, alle Mann an Bord und konnte seine Stammformation aufbieten.

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, bei der sichtbar wurde, dass die Edesheimer Überlegenheit in Sachen Technik, durch der St. Martin eigenen Kampfeskraft ausgeglichen wurde. Die erste gute Möglichkeit bot sich den „Mardemer Jungs“, als deren Stürmer aus kurzer Distanz überhastet verzog.

Nach dieser heiklen Szene konzentrierten sich die Edesheimer auf ihre Stärken und drängten die Gäste weitestgehend in deren Hälfte, um sich selbst erste Möglichkeiten zu erarbeiten. Den schönsten Spielzug konnte die SGE auch gleich zur 1:0 Führung in der 20. Spielminute nutzen. Peter Pottmeyer setzte Stürmer Alex Hirsch auf der rechten Außenbahn in Szene, dieser stürmte unwiderstehlich in den 16er und bediente seinen besser positionierten Partner Philipp Herrbruck , der den Keeper ausguckte und mit einem satten Schuss eiskalt vollstreckte.

Nach der Führung wurde der Druck auf die Gäste, aus einer sicheren Abwehr heraus, weiter erhöht. Blieben einige gute Einschussmöglichkeiten vorerst ungenutzt, so konnte über einen Standard in der 35. Spielminute das 2:0 erzielt werden.

Den präzisen Eckball von Herrbruck, konnte Hirsch alleingelassen am 1. Pfosten mit einer mustergültigen Direktabnahme in die Maschen setzen. Mit der verdienten 2:0 Führung ging es in die Kabinen.

Zurück auf dem grünen Rasen versuchten die „Mardemer“ nochmal alles und gaben mächtig Gas. Der SGE ging der Zugriff im Mittelfeld verloren und so spielten sich die ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff rund um den 16er der SGE ab.

Folgerichtig gelang der TuS St.Martin in der 60. Spielminute der Anschlusstreffer. David Hund konnte nicht entscheidend unter Druck gesetzt werden, weshalb sein Schuss aus gut 12 Metern Keeper Alex Herbst zum 2:1 überwinden konnte.

Nun war also Zittern angesagt. Die TuS agierte mit zunehmender Härte um den Ausgleich zu erzwingen. Je länger der Ausgleichstreffer nicht fallen wollte, desto härte wurde ihre Gangart. Als Zeichen dafür, dass sie es mit der Härte übertrieben, können die zwei kurz nacheinander gezogenen gelb-roten Karten gewertet werden. Bei beiden Entscheidungen blieb dem Schiedsrichter kein anderer Spielraum, als die TuS auf 9 Mann zu dezimieren.

Gegen einen weiterhin auf den Ausgleich hinarbeitenden Gegner, boten sich natürlich Räume für die Offensivabteilung der SGE. Einer dieser Räume konnte in der 80. Spielminuten zum entscheidenden 3:1 genutzt werden.

Der mittlerweile eingewechselte Suleyman Bakacak bediente den im gegnerischen 16er lauernden Alex Hirsch, welcher sich die Chance zur Entscheidung nicht nehmen ließ.

Zur allgemeinen Beruhigung trug ebenfalls bei, dass Keeper Alex Herbst die letzten verzweifelten Angriffsbemühungen der TuS allesamt entschärfen konnte, bzw. die Latte dieses Mal sein Freund war.

Mit dem Schlusspfiff waren wichtige 3 Punkte eingesackt und eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den vorangegangenen Partien sichtbar.

(Bericht: Dominik Braun)